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Vorsorge & Vermögen

Heute absichern, was morgen finanziell wichtig ist.

Vorsorge beginnt nicht erst im Ruhestand. Einkommen, Familie, Immobilienfinanzierung und laufende Verpflichtungen verdienen ebenso einen Blick auf die Frage: Was passiert, wenn das Leben anders läuft als geplant?

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt immer von der persönlichen Situation, dem Beruf, bestehenden Verpflichtungen, vorhandenem Vermögen und der gesundheitlichen Ausgangslage ab.

Vorsorge nach Schema F? Passt selten.

Versicherungssummen, Laufzeiten und Absicherungsbausteine sollten nicht pauschal gewählt werden. Entscheidend ist, wie die persönliche Lebens- und Finanzplanung tatsächlich aussieht.

Früher in Rente

Wer beispielsweise mit 60 oder 62 finanziell unabhängig sein möchte, hat einen anderen Absicherungsbedarf als jemand, der bis 67 arbeiten plant.

Immobilienfinanzierung früher erledigt

Wer seine Immobilie voraussichtlich deutlich früher entschuldet, benötigt möglicherweise nicht über Jahrzehnte dieselbe Todesfallsumme.

Kinder werden selbstständig

Mit zunehmender wirtschaftlicher Selbstständigkeit der Kinder kann sich der Absicherungsbedarf verändern.

Vermögen wächst

Steigendes Vermögen kann später einen Teil der notwendigen Risikoabsicherung übernehmen.

Einkommen steigt

Dynamiken oder Nachversicherungsmöglichkeiten können wichtig sein, damit der Schutz mit dem Einkommen mitwächst.

Verpflichtungen sinken

Sinkende Restschulden oder andere wegfallende Verpflichtungen können eine Anpassung der Absicherung sinnvoll machen.

Nicht das Produkt steht am Anfang, sondern die Situation.

Risikolebensversicherung – damit finanzielle Verantwortung abgesichert bleibt

Eine Risikolebensversicherung dient ausschließlich der finanziellen Absicherung für den Todesfall. Sie kann insbesondere dann wichtig sein, wenn andere Menschen vom eigenen Einkommen abhängig sind oder größere finanzielle Verpflichtungen bestehen.

Typische Situationen

  • Familie mit Kindern
  • Immobilienfinanzierung
  • Unverheiratete Lebensgemeinschaft
  • Gegenseitige Absicherung von Partnern
  • Laufende Kredite
  • Wirtschaftliche Verpflichtungen gegenüber Angehörigen

Stirbt die versicherte Person während der vereinbarten Vertragslaufzeit, wird die vereinbarte Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt.

Da kein Sparvorgang enthalten ist, konzentriert sich die Risikolebensversicherung auf den reinen Todesfallschutz.

Was beeinflusst den Beitrag?

Eintrittsalter
Versicherungssumme
Laufzeit
Raucher / Nichtraucher
Gesundheitszustand
Beruf und weitere Risikomerkmale
Tarifkalkulation des Versicherers

Gerade Raucherstatus, Alter und Laufzeit können einen erheblichen Einfluss auf den Beitrag haben. Deshalb lohnt sich nicht nur ein Preisvergleich, sondern auch ein Blick auf Annahmerichtlinien, Nachversicherungsmöglichkeiten und Vertragsoptionen.

Wie viel Todesfallschutz wird benötigt?

Zu berücksichtigen können sein:

Kapitalbedarf

  • +Restschuld einer Immobilie
  • +Sonstige Kredite
  • +Einkommensausfall für die Familie
  • +Kinderbetreuung / Ausbildung
  • +Laufende Fixkosten
  • +Gewünschter finanzieller Puffer

abzüglich

  • −Vorhandenes Vermögen
  • −Bereits bestehende Absicherungen
  • −Andere verfügbare Mittel

Die passende Versicherungssumme sollte individuell ermittelt werden. Ein pauschaler Multiplikator kann höchstens eine erste Orientierung geben.

Infografik: Formen der Risikolebensversicherung – Einzel-Leben, Verbundene Leben und Dual-Leben

Nicht verheiratet? Die Vertragsgestaltung kann entscheidend sein.

Infografik: Risikolebensversicherung über Kreuz – zwei Verträge, in denen Person A und Person B jeweils Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigte für die versicherte Partnerin bzw. den versicherten Partner sind

Steuerliche Behandlung

Beiträge zu einer reinen Risikolebensversicherung zählen grundsätzlich zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Ob sich daraus tatsächlich ein zusätzlicher steuerlicher Abzug ergibt, hängt jedoch insbesondere davon ab, in welchem Umfang die Höchstbeträge bereits durch andere Vorsorgeaufwendungen ausgeschöpft sind.

Eine Todesfallleistung kann – abhängig von Vertragsgestaltung, Bezugsrecht und persönlichen Freibeträgen – der Erbschaftsteuer unterliegen.

Erbschaftsteuer

Erbschaftsteuer – Steuersätze

Erbschaftsteuer-Steuersätze nach Steuerklassen
Steuerpflichtiger Erwerb bis einschließlichSteuerklasse ISteuerklasse IISteuerklasse III
75.000 €7 %15 %30 %
300.000 €11 %20 %30 %
600.000 €15 %25 %30 %
6.000.000 €19 %30 %30 %
13.000.000 €23 %35 %50 %
26.000.000 €27 %40 %50 %
darüber30 %43 %50 %

Persönliche Freibeträge

Persönliche Freibeträge
Ehegatten / eingetragene Lebenspartner500.000 €
Kinder400.000 €
Enkel, wenn deren Elternteil bereits verstorben ist400.000 €
Enkel200.000 €
Übrige Personen der Steuerklasse I100.000 €
Steuerklasse II20.000 €
Steuerklasse III20.000 €

Die steuerliche Behandlung hängt vom konkreten Einzelfall ab. Diese Darstellung ersetzt keine steuerliche Beratung.

Infografik: Verlauf der Versicherungssumme – gleichbleibend, linear fallend und an die Finanzierung angepasst

Kredit läuft 30 Jahre – muss die Todesfallsumme auch 30 Jahre gleich bleiben?

Nicht zwingend. Wenn die Restschuld einer Finanzierung kontinuierlich sinkt, kann auch eine fallende Todesfallsumme sinnvoll sein.

Gleichbleibende Versicherungssumme

Kann sinnvoll sein, wenn zusätzlich zur Restschuld auch Familie und laufender Lebensunterhalt abgesichert werden sollen.

Fallende Versicherungssumme

Kann sinnvoll sein, wenn der Schutz überwiegend an einer sinkenden Restschuld orientiert ist.

Entscheidend ist nicht nur die Restschuld, sondern der gesamte Kapitalbedarf der Hinterbliebenen.

Wie lange muss der Schutz eigentlich laufen?

Die Laufzeit sollte nicht automatisch bis 67 gewählt werden.

  • Früher geplanter Ruhestand
  • Finanzielle Unabhängigkeit vor gesetzlicher Rente
  • Immobilienkredit endet bereits mit 58 oder 60
  • Kinder sind später wirtschaftlich selbstständig
  • Wachsendes Vermögen reduziert zukünftigen Absicherungsbedarf

Je klarer die eigene Finanzplanung ist, desto gezielter lässt sich die Laufzeit wählen.

Infografik: Wichtige Vertragsoptionen – vorgezogene Todesfallleistung, Verlängerungsoption, Nachversicherung und Gesundheitsprüfung

Infografik: Vereinfachte Gesundheitsfragen – für junge Menschen, Eltern, bei Finanzierungsanlass und per Spezialvergleich

Und was ist mit dem Vermögensaufbau?

Altersvorsorge

Versorgung im Ruhestand planen und bestehende Ansprüche mit dem gewünschten Lebensstandard abgleichen.

Wie lange sollte Ihre Altersvorsorge reichen? → LebenserwartungsrechnerBeratung anfragen

Fondsgebundene Konzepte

Versicherung und Kapitalmarkt können je nach Zielsetzung miteinander kombiniert werden.

Beratung anfragen

Sparpläne

Regelmäßig Vermögen aufbauen – flexibel und passend zum persönlichen Anlagehorizont.

Beratung anfragen

Auch wichtig: Arbeitskraft & Gesundheit

Vorsorge betrifft nicht nur Vermögensaufbau und Todesfallabsicherung. Themen rund um Arbeitskraft, Einkommen und Gesundheit finden Sie im Bereich Einkommen & Gesundheit.

Zu Einkommen & Gesundheit
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